Häufige Fragen

 

1.Fallen Kosten bei einer Beratung an?

Eine Beratung ist unverbindlich und kostenfrei. Ein individuelles Angebot wird nach Begutachtung der örtlichen Gegebenheiten erstellt. Dieses kann bei der Pflegekasse eingereicht werden, um einen Zuschuss zu beantragen.

 

2. Was ist ein Treppenlift?

Ein Treppenlift ist ein Hilfsmittel, das bewegungseingeschränkte Personen auf einer Plattform oder einem Sitz zwischen unterschiedlichen Stockwerken befördert. Es gibt verschiedene Treppenlifte für unterschiedliche Treppenformen und Ansprüche: Sitzlift oder Plattformlift, Außentreppenlift, Hublift speziell für Rollstuhlfahrer, Homelift bzw. Senkrechtlift, Außenlift und Kurvenlift für Wendeltreppen.

 

3. Welche Treppenliftvarianten gibt es?

Beim einem Treppenlift verläuft die Fahrschiene immer über eine Treppe. Für den Innen- und Außenbereich sind Gerade- und Kurvenlifte mit Sitz wählbar. Diese gibt es in unterschiedlichen Varianten mit Standard-Sitz oder Drehsitz, welcher manuell oder elektrisch betätigt werden kann. Alternativen zum Treppenlift sind Plattform- und Hublifte.

 

4. Müssen vor dem Kauf gewisse Voraussetzungen erfüllt werden?

Es ist sinnvoll vorher den Medizinischen Dienst wegen der Einstufung des Pflegegrades zu kontaktieren. Die baulichen Gegebenheiten sollten vorhanden sein, wie z.B. Stromversorgung, Platzverhältnisse (Rettungs-/ Fluchtweg darf nicht beeinträchtigt sein), eine Treppenmindestlaufbreite von 80cm, Handlauf muss vollständig nutzbar bleiben.

 

5. Was ist beim Kauf eines Liftes noch zu beachten?

Die Liftmontage wird durch geschulte hauseigene Servicetechniker ausgeführt. Ebenso anfallende Reparaturen und Wartungen. Ein Abschluss eines Wartungsvertrags für die jährliche Kontrolle ist für die Langlebigkeit des Liftes empfehlenswert und kann unnötige Zusatzkosten verhindern.

 

6. Gibt es Zuschüsse und finanzielle Unterstützung?

Die Pflegekassen bezuschussen einmalig bis zu 4.000,-€  pro Person und 16.000,-€ pro Haushalt für sogenannte  „Wohnumfeldverbessernde Maßnahmen“. Bedingung dafür ist, dass bereits ein Pflegegrad zugeteilt wurde (Pflegegrad 1 genügt). In der Regel fordert die Pflegekasse ein Angebot beim Versicherten an.
Über die staatliche Förderbank KfW können Fördergelder für z.B. „ Altersgerecht Umbauen“ beantragt werden. Eine KfW-Förderung kann nicht mit anderen Zuschüssen (z.B. dem Pflegekassen-Zuschuss) kombiniert werden.

Weitere Informationen finden Sie auf der KFW Seite >>>

 

7. Was ist bei einer Liftmontage in einem Mietobjekt zu beachten?

Es ist ratsam sich vorher mit dem Vermieter/Eigentümer in Verbindung zu setzen. Vermieter/Eigentümer dürfen den Treppenlift-Einbau nicht untersagen, falls der Lift für eine Mietpartei medizinisch notwendig ist.

Wichtig zu beachten: Unter bestimmten Voraussetzungen kann der Vermieter dem Einbau des Treppenlifts widersprechen. Möglich wären Bedenken in puncto Sicherheit: Würde der Lift die anderen Hausbewohner bei der Nutzung der Treppe gefährden, darf der Hauseigentümer sein Veto einlegen. Auch ein Interesse an der unveränderten Erhaltung der Mietsache selbst ist denkbar. Kann der Vermieter dieses nicht nur nachweisen, sondern ist es größer als Ihr Interesse an einem barrierefreien Zugang, kann er die Zustimmung zum Liftbau verweigern.

Die Kosten des Einbaus, Wartung und Installation sind von der Mietpartei zu tragen. Der Vermieter ist gesetzlich nicht zu einer Kostenbeteiligung verpflichtet. Ein Treppenlifteinbau bei Wohneigentumsgemeinschaften muss bei einer Eigentümerversammlung mehrheitlich beschlossen werden.

 

8. Wie funktioniert ein Treppenlift?

Bei einem Treppenlift wird ein fahrender Stuhl (Fahreinheit) entlang der Treppe auf einer Schiene befördert. Diese Schienen werden auf den Treppenstufen befestigt. Der Nutzer kann den Treppenlift über eine Konsole am Lift oder eine Fernbedienung selbst steuern.

 

9. Für wen ist ein Treppenlift geeignet?

Grundsätzlich ist ein Treppenlift immer dann sinnvoll, wenn Bewohner in ihrer Mobilität leicht eingeschränkt sind, ein erhöhtes Sturzrisiko besteht oder sie im Rollstuhl sitzen und (mindestens) eine Etage überwinden müssen.

Für Personen, die sich selbstständig hinsetzen und wieder aufstehen können, ist häufig ein Sitzlift bzw. Kurvenlift die ideale Lösung. Sind Personen auf eine Gehhilfe wie einen Rollator oder Rollstuhl angewiesen, empfehlen sich Plattformlifte oder Hublifte.

 

10. Welche Voraussetzungen gelten für den Treppenlift-Einbau?

Grundsätzlich kann ein Treppenlift in nahezu alle Wohnsituationen integriert werden. Dafür ist es jedoch wichtig, dass sich ein Experte die Wohnumgebung vor Ort ansieht und über mögliche Ausführungen informiert. So erfahren Sie, welche Treppenlift-Variante am besten zu Ihnen und den baulichen Gegebenheiten passt.

Mieter müssen sich zunächst die Zustimmung des Vermieters einholen.

 

11. Muss ein Treppenlift auch gewartet werden?

Ja, einmal im Jahr sollte der Treppenlift vom Hersteller oder einem Service-Partner gewartet werden. Dabei nehmen Experten den Zustand des Lifts unter die Lupe und begutachten den Treppenlift auf Schäden und Verschmutzungen. Die meisten Treppenlift-Lieferanten bieten auf Wunsch einen Instandhaltungsvertrag für Treppenlifte an. In diesem Fall ist die regelmäßige Wartung unter Einhaltung der entsprechenden Vertragsbedingungen inklusive.

 

12. Welche Vorteile sprechen für einen Treppenlift?

Ein Treppenlift:

  • schafft Barrierefreiheit und Selbständigkeit in der eigenen Häuslichkeit,
  • beugt Stürzen im Alter vor und erhöht damit die Mobilität sowie Sicherheit in den eigenen vier Wänden,
  • ist in nahezu jeder Wohnsituation möglich, da es unterschiedliche Modelle nach Maß gibt,
  • ist einfach zu bedienen und setzt kein technisches Verständnis voraus,
  • muss nicht teuer sein. Es gibt zahlreiche Förderungsmöglichkeiten und Zuschüsse für einen Treppenlift.